Zehn englische Worte, die ihr falsch aussprecht

Englische Wörter, die von Deutschen falsch ausgesprochen werden

Englisch gilt gemeinhin als eine der leichtesten Sprachen zu erlernen: Es gibt nur einen Artikel, die Grammatik ist vergleichsweise einfach und wir kennen schon ziemlich viele Wörter, weil sie sich ins Deutsche eingeschlichen haben (wenn ich „eingeschlichen“ sage, meine ich, dass wir inzwischen zu faul sind, uns Übersetzungen auszudenken; hmpf). Lingua franca wird man halt auch nicht irgendwie.

Wo ist der Haken? Die Aussprache.

Und damit meine ich noch gar nicht mal das th. Sondern vielmehr die fehlende Logik dieser Sprache. Es gibt einfach kaum Regelmäßigkeiten, wie im Deutschen oder im Französischen. So reimt sich „hear“ zwar nicht auf „bear“, dafür auf „beer“, klingt aber genauso wie „here“. Na, danke!

Ein Grund, warum ich als großer Fan der englischen Sprache dennoch gegen den inflationären Gebrauch von Anglizismen bin, ist, dass die Leute, die gerne zum Englischen greifen, es oft nicht sooo toll können. Und dann sprechen sie also diese Begriffe, anstatt zehn Sekunden über ein deutsches Äquivalent nachzudenken, so aus, dass mir die Ohren bluten.

Um eine weitere Schädigung meines Hörorgans zu vermeiden, möchte ich dezent auf die Aussprache dieser zehn Wörter hinweisen, die ich oft falsch höre.

Tipp: Klickt auf die Links, um euch die Aussprache auf Leo anzuhören.

1. Berlin

„Böhrlinn“ hört man zumeist aus deutschen Mündern. Im Englischen liegt die Betonung allerdings auf der zweiten Silbe. Also „BöhrLINN“.

2. Report

Man könnte natürlich einfach „Bericht“ sagen, aber neiiiiin, das wäre ja kein Business Talk… Ja, auf jeden Fall hat „Report“ keine Ähnlichkeit mit „Reebok“. Die Betonung liegt quasi auf dem Hafen, also: „RePORT“.

3. PayPal

Pal“ nicht „Paul“. „PayPaul“ ist eine Aufforderung, dem Pauli das zu zahlen, was ihm zusteht, aber die Online-Zahlungsmethode wird so nicht ausgesprochen.

4. Excel

Wo wir schon bei Zahlen sind: Ist euch schon mal aufgefallen, dass in Excel ein C steckt? Und warum sprecht ihr das dann nicht aus? Das Programm heißt „Ex-cel“. („to excel at something“ heißt so viel wie „hervorragend in etwas sein“.)

5. Personnel

Obacht! „personnel“ und „personal“ sind keine Synonyme und werden auch nicht gleich ausgesprochen. „personal“ bedeutet „persönlich“, also persönliche Angelegenheiten (personal matters) oder ein persönlicher Sporttrainer (personal trainer). „personnel“ bedeutet „Personal“, so sind z. B. ein „personnel files“ Personalakten.

Was die Aussprache angeht, so liegt die Betonung bei „personal“ auf der ersten, bei „personnel“ auf der dritten Silbe.

6. Bono

Ihr wisst schon, der mit der albernen Sonnenbrille. Der Sänger von U2? Ja, genau. Der heißt nicht Bono wie Mono, sondern Bono wie Pizza Tonno.

7. Advocacy

employee advocacy“ is jetzt der letze Schrei. Soll heißen, die Mitarbeiter machen Werbung fürs Unternehmen (ohne dass sie dafür bezahlt werden, versteht sich). Blöd nur, wenn die Führungskraft, die das voranbringen will, das Wort noch nicht mal aussprechen kann.

Bei „advocacy“ haben wir erneut das Betonungsproblem. Deutsche setzen die Betonung hier automatisch auf das „vo“ – „adVOcacy“. Korrekt ist aber die Betonung auf der ersten: „ADvocacy.“

8. Thumb/Thumbnail

Stummes b!

9. Colgate

Die Zahnpasta wurde nach dem Erfinder William Colgate benannt und wird demnach nicht „Kohl-ga-te“ ausgesprochen, sondern „Kohlgäit“.

10. Lincoln

Der amerikanische Präsident mit dem Zylinder. Den spricht man ohne l aus: Linken, quasi.


Foto von ian dooley auf Unsplash

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